Kulturlotse

Zwangsarbeit und Widerstand: Aufarbeitung der Geländegeschichte Kampnagels

Freitag, 28. April 2023
Seit 40 Jahren steht Kampnagel für zeitgenössische Performance, Tanz und Theater. Bisher wenig durchleuchtet ist die Vergangenheit des Geländes während des Nationalsozialismus: Aus dem Kranhersteller Nagel & Kaemp wurde 1934 die »Kampnagel AG«, von 1939–45 umgenutzt als Rüstungs­betrieb – mit mehr als 1000 Zwangsarbeiter*innen, die in sechs betriebseigenen Lagern untergebracht waren. In betrieblichen Untergrundgruppen organisierte sich Widerstand, und es wurden Sabotageakte verübt. Es ist überfällig, dass sich das Kunstzentrum nun dieser Geschichte annimmt. Mit digitalen Mitteln soll ein innovativer Prototyp für die Auseinandersetzung eines Kulturzentrums mit der eigenen Geländegeschichte als wegweisende, verantwortungsbewusste Erinnerungskultur entwickelt werden. Dieser Prozess wird die kommenden zwei Spielzeiten begleiten – und ist von Anfang an für das Publikum offen. Alle zwei Monate finden Treffen statt, bei denen die aktuellen Wissensstände des Recherche-Teams vorgestellt werden und Raum geschaffen wird für Anregungen, Fragen und Vernetzung. Zum Auftakttreffen, laden die Recherchebeauftagten Sophia Hussain und Simone Rozalija Thiele dazu ein, sich gemeinsam auf Spurensuche zu begeben.

Beginn der Veranstaltung: 18:00

Quelle: kampnagel.de

Kampnagel Internationale Kulturfabrik
Jarrestraße 20
22303
Hamburg (Winterhude)

200m Jarrestraße (Kampnagel)
400m Großheidestraße
500m Flotowstraße
500m Herderstraße
550m Semperstraße
600m Wiesendamm (Mitte)
700m Flüggestraße

150m Jarrestraße / Rambatzweg

450m Ein Parkplatz bei "Gertigstraße 56"
450m Ein Parkplatz bei "Weidestraße 121"
500m Ein Parkplatz bei "Gertigstraße 48"

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