Kulturlotse

»Talking Mirrors« mit Georges Adéagbo, Eliane Aïsso , Thierry Oussou & Ishola Akpo

12.09.2021 - 10.10.2021, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag
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Georges Adéagbos künstlerisches Schaffen ist eine Form der urbanen Archäologie, die den sichtbaren Überresten seiner eigenen Biografie und deren kolonialhistorischen und globalen Verflechtungen nachgeht. Seine künstlerische Praxis beruht auf dem Sammeln, Arrangieren und Gegenüberstellen von »objet trouvés« seiner alltäglichen Reisen durch die europäische und afrikanische Welt: Weggeworfenes, Verlorenes, Wiedergefundenes, Bücher, Fotos, Objekte, Stoffe, Naturalien, eigene Texte und in Benin in Auftrag gegebene Skulpturen, Masken oder Bilder wandelt er zu raumgreifenden und ortsbezogenen Assemblagen. Sie schaffen eine synkretische Bildsprache, die den Versatzstücken differenter Zeiten, Räume und Kulturen ein gleichwertiges Nebeneinander ermöglicht und hoheitliche Sichtweisen auflöst. Der Wahlhamburger Adéagbo dekolonisiert auf subtile Weise, indem er die Ubiquität von westlichem Rationalismus hinterfragt und der oberflächlichen Klassifizierung von Ereignissen und Dingen mit der Vielzahl seiner Erzählstränge widerstrebt. Er ist mit diesem künstlerischen Ansatz, der die Komplexität und Hybridität im Sehen, Wahrnehmen und Verstehen von unserer Gesellschaft huldigt, ein Vorreiter postkolonialen Diskurses in Hamburg. Beispiele wie die in der Hansestadt neu entfachte Diskussion um die Zukunft des Bismarck-Denkmals verdeutlichen, dass für einen angemessenen Umgang mit unserem kolonialen Erbe, auch marginalisierten Positionen lokaler Black Communities Gehör und Sichtbarkeit gegeben werden muss.
Erst diese Vielschichtigkeit an Perspektiven, die Bekanntes und Fremdes zusammenbringt, erlaubt es neue Verbindungen entstehen zu lassen, die sozialen Wandel und kollektives Miteinander ermöglichen. Ausgehend von diesem Gedanken wird die Ausstellung »Talking Mirrors« bei M.Bassy um drei zusätzliche, differente künstlerische Positionen aus Adéagbos Heimatland Benin erweitert, um in einen Dialog über die Sichtbarkeiten und Unsichtbareren (post)kolonialer Realität im öffentlichen Raum zu treten. Seine für den Hauptraum der M.Bassy konzipierte installative Assemblage wird demnach in den Nebenräumen durch Foto- und Videoarbeiten der zeitgenössischen KünstlerInnen und FilmemacherIinnen Eliane Aïsso, Ishola Akpo und Thierry Oussou ergänzt.
Die Ausstellung wird von Stephan Köhler vom Kulturforum Süd-Nord e.V. in Kooperation mit M.Bassy e.V. kuratiert und organisiert.

Veranstaltungszeit: Do – So zwischen 14 und 18 Uhr nach Voranmeldung via reservation@m-bassy.org

Quelle: m-bassy.org

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Schlüterstraße 80
20146
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