Sonderausstellung BISMARCK STREITOBJEKT in der Millerntorwache
Der Diskurs um den „Koloss von Hamburg“ geht weiter!
Die Künstler*innen-Gruppe Projektion Bismarck zeigt ihre Beiträge aus der Ausstellung Bismarck Streit im
Stadtgeschichtlichen Museum Spandau erstmalig in Hamburg.
Das größte aller deutschen Bismarck-Denkmäler gegenüber der Millerntorwache am Elbhang sorgte vielfach für Streit. Abreißen? Stehenlassen? Restaurieren? Umgestalten? Oder künstlerisch umwidmen?
Workshops der Kulturbehörde und ein Ideen-Wettbewerb versuchten die Debatte weiterzuführen, doch keiner der Wettbewerbsbeiträge wurde umgesetzt. Die einstige Kultfigur symbolisiert unverändert deutschnationales Preußentum und Kolonialismus mitten im Touristenviertel St.Pauli.
Auch die kleinere bronzene Bismarck-Statue in der Altonaer Königstrasse bleibt ein Streitobjekt. Die Gruppe Projektion Bismarck hat auf beide Hamburger Bismarck-Statuen mit Beamern Bilder, Texte und Filme projiziert, die sich mit Geschichte und Wirkung der Figur Bismarck und ihrer Repräsentation kritisch auseinandersetzen.
Im Stadtgeschichtlichen Museum Zitadelle Spandau in Berlin wurden die Ergebnisse im Rahmen der Gruppenausstellung
Bismarck-Streit mehrere Monate lang präsentiert und werden nun als Sonder-Ausstellung in Hamburg gezeigt.
In der historischen Millerntorwache auf St.Pauli werden die Projektionsfilme, die Bilderserie Bismarck Antiautoritär,
das Modell Modell Utopie Alter Elbpark, das Gegendenkmal Flüchtlingsboot und Requisiten aus den gezeigten Performancefilmen zu sehen sein.
Eintritt frei – Spenden erwünscht
Veranstaltungszeit: 17:00–21:00 Uhr
Freitag, 14. Juni um 19 Uhr
Diskussionsgäste: Pastor Sieghard Wilm (St. Pauli Kirche), zwei Filmemacher*innen und die Gruppe Hamburg von der Rolle
Quelle:
www.projektion-bismarck.de
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