Kulturlotse

Wolfgang Knöbl: Perspektiven der Gewaltforschung

Donnerstag, 29. Oktober 2015
Spätestens seit den 1980er Jahren lässt sich ein Boom der historischen und soziologischen Gewaltforschung erkennen, der zu einer ganzen Reihe neuer Einsichten geführt hat. Sowohl anthropologische Reflexionen als auch dezidiert phänomenologische und interaktionistische Zugriffe haben den jeweiligen Fachöffentlichkeiten, aber auch einem breiteren Publikum, die „Wirklichkeit“ des Gewalthandelns erschlossen. Die zunehmend intensiver werdende Ausleuchtung der situativen Kontexte warf freilich die Frage auf, wie das gewaltsame Geschehen auf der Mikroebene mit umfassenderen Strukturen zu vermitteln sei. Begriffe wie "Gewaltmärkte", "Gewalträume", "Gewaltprozesse" etc. nehmen in diesem Zusammenhang eine Art Vermittlungsfunktion ein. Doch lässt sich mit ihnen mehr als eine metaphorische Redeweise pflegen, erleichtern sie den Zugang zu den theoretischen Problemen? Können die genannten Begriffe dazu dienen, die Kluft zwischen der Mikro- und der Makroebene zu schließen und – falls dies der Fall sein sollte – wie müssen sie konstruiert sein, damit sie dies auch leisten können?

Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Soziologe; Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Moderation: Prof. Dr. Friedrich Lenger, Historiker; Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Gießen

Beginn der Veranstaltung: 20:00 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr)

Quelle: www.his-online.de

HIS, Hamburger Institut für Sozialforschung
Mittelweg 36
20148
Hamburg (Rotherbaum)

150m Böttgerstraße
450m Alsterchaussee
450m Museum am Rothenbaum
550m Johnsallee
600m Fontenay
600m Hallerstraße
600m U Hallerstraße

450m Rothenbaumchaussee / Binderstraße

200m Ein Parkplatz (werktags 10 - 18 h) bei "Milchstraße 32"
200m Ein Parkplatz bei "Bei St. Johannis 10"
250m Ein Parkplatz bei "Mollerstraße 20"

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