Podiumsgespräch im Rahmen der Vorlesungsreihe Psychische Gesundheit und kulturelle Vielfalt („Bock auf Dialog?“)
mit
Canan Baskin, Asklepios Klinik Harburg
Dr. Francesca Russo, Migrationsbeirat Leipzig
Dr. Gina Sissoko, Yale-Uni New York
Projekt Mossaig, Hamburg
Prof. em. Dr. Thomas Bock, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Wie wir Psychische Gesundheit oder Krankheit verstehen, ist auch kulturell geprägt und entsprechen verschieden:
Stimmenhören, verstummen, sich wegbeamen, dissoziieren – manches "Symptom" ist woanders kulturell gebunden, eher unauffällig oder tragbar. Lohnt es sich über den Tellerrand zu schauen und voneinander zu lernen? Ist der westlich geprägte Auftrag zur "Selbstoptimierung" vielleicht doch nicht der Schlüssel zum Glück, sondern eher Beitrag zu Stress?
Warum wird die Schwelle zur psychischen Erkrankung in unserer Kultur immer niedriger? Hat das auch etwas damit zu tun, wie wir Gesundheit (miss)verstehen? Welche gesellschaftlichen Herausforderungen belasten unsere psychische Gesundheit? Und erfordern sie nicht präventive und politische Antworten statt neuer Diagnosen? Warum haben psychisch erkrankte Menschen manchmal in anderen Kulturen eine höhere Recovery-Rate? Kulturelle Vielfalt gerät heutzutage allzu leicht unter Generalverdacht; ist sie nicht vor allem Reichtum und Schatz - oder zumindest eine Gelegenheit, voneinander zu lernen?
Hinweis: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt, die späteren Veranstaltungen in diesem Semester werden online als Video veröffentlicht.
Ort: Uni Hauptgebäude, Hörsaal J
Veranstaltungszeit: 18:15 - 19:45 Uhr
Quelle:
www.zfw.uni-hamburg.de