Aktivismus und Expertise. Wissensgeschichten sozialer Bewegungen seit den 1970er Jahren
Vortrag und Gespräch mit:
- Anna Horstmann (Universität Bielefeld)
- Ruth Pope (Helmut Schmidt Universität Hamburg)
- Alexander von Schwerin (TU Braunschweig)
Ob in der Friedens-, Umwelt- oder Frauenbewegung – angesichts gesellschaftlicher Krisen wuchs seit den 1970er Jahren bei vielen Aktivist:innen der Zweifel, ob die etablierten Wissenschaften noch in der Lage waren, wirksame Lösungen für die Probleme der Zeit zu liefern. Daher war es für die sozialen Bewegungen zentral, eigenes Wissen über soziale, politische oder ökologische Herausforderungen und deren Bewältigung bereitzustellen. Sie mobilisierten mit diesem Wissen Unterstützung und nutzten es, um ihre politischen Anliegen voranzubringen. Doch wie entstand dieses Wissen? Wann und wie wurde es wirksam?
Ein neuer Sammelband an der FZH hat sich diesen Fragen gewidmet. Die Herausgeberinnen Anna Horstmann und Ruth Pope werden im Gespräch mit dem Historiker Alexander von Schwerin die wichtigsten Ergebnisse vorstellen und diskutieren. Für den Abend widmen sie sich vor allem der Frauen- und Umweltbewegung der 1970er bis 1990er Jahre, richten ihren Blick aber auch auf die Gegenwart und fragen: Wie prägen die Neuen Sozialen Bewegungen noch heute unser Verständnis von Expertise und Aktivismus?
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe "Geschichte wird gemacht – Zeitgeschichtliche Projekte aus Hamburg" statt.
Beginn der Veranstaltung: 18.30 Uhr
Quelle:
zeitgeschichte-hamburg.de