Zahlreiche Überseehandelsgesellschaften aus Hamburg und Bremen waren in die Besatzungswirtschaft des Generalgouvernements eingebunden.
Sie beteiligten sich an der brutalen Ausbeutung der polnischen Landwirtschaft. Und sie halfen mit, polnische Juden auszurauben und wirtschaftlich zu verdrängen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Völkermord. Wirtschaftseliten aus beiden Hansestädten spielten also eine bedeutende Rolle bei der Verwirklichung der nationalsozialistischen Ziele.
Der Historiker Felix Matheis hat diese wenig bekannte Geschichte erforscht. In seinem Vortrag wird er verschiedene Aspekte und Fragen des so genannten „Osteinsatzes“ der Hansestädte beleuchten. Wie kam es zu dieser Neuorganisation der Überseehändler? Wie genau funktionierte das System der Ausbeutung, an dem sie beteiligt waren? Welche Bedeutung hatten antisemitische und kolonialistische Begründungen? Welche Rolle spielten die Handelskammern in Hamburg und Bremen?
Matheis Buch Hanseaten im „Osteinsatz“ ist soeben im Wallstein Verlag erschienen.
Die Veranstaltung findet im Gemeindehaus statt.
Eintritt frei; Spende erbeten.
Beginn der Veranstaltung: 19:00 Uhr
Quelle:
landing.churchdesk.com
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