Kulturlotse

Vortrag: Hamburgs Arbeiterfotografen 1932 zwischen Spionagevorwurf und Klassenauftrag

Donnerstag, 9. Juni 2022
Vortrag von René Senenko (OLMO e.V.) mit Bildprojektion

Die 1926 in Hamburg gegründete und 1933 verbotene Ortsgruppe der "Vereinigung der Arbeiter-Fotografen Deutschlands" (VdAFD) geriet nach 1945 in völlige Vergessenheit - bis heute. Dabei war die Hamburger Gruppe eine der regsten lokalen Initiativen von fotografierenden Arbeiter*innen in Deutschland überhaupt. Nicht ohne Grund stammte der erste Reichssekretär der VdAFD aus Hamburg. Die Ortsgruppe führte ihre Mitglieder an die Fotopraxis heran, lud zu Übungsabenden und Fotoexkursionen ein und belieferte die Arbeiterpresse mit Bildmaterial. Viele VdAFD-Mitglieder begriffen sich als Fotokollektiv, das gesellschaftliche Missstände sichtbar machen wollte. Als sie 1932 Fotos von geheimem Rüstungstransporten im Hamburger Hafen in der Presse publik machten, zog das mehrere Verfahren wegen Industriespionage und Hochverrat nach sich.

Der Fotograf Gert Krützfeldt stellt einführend anhand einer Balgenkamera die damals auch von Arbeiterfotografen genutzte Technik vor.

Der Vortragende, René Senenko, ist HWP-Absolvent und Sozialwirt. Seine Publikationen: "Gegen Faschismus, Kriegsgefahr und Kapital – Ein Postkarten-Projekt". In: Rundbrief Fotografie (2/2016); "Visuelle Einmischung. Hamburgs organisierte Arbeiterfotografen 1926-1933". Hamburg, OLMO e.V., 1. März 2022.

Beginn der Veranstaltung: 19 Uhr

Quelle: www.galerie-morgenland.de

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