Vortrag, Lesung und Gespräch
In einem Land mit ausgeprägter Erinnerungskultur bleiben die Erfahrungen mancher Gruppen, wie der Russlanddeutschen, oft wenig beachtet. Dabei ist ihre Berücksichtigung wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Im Vortrag von Edwin Warkentin werden kollektive Erfahrungen wie Deportation und Zwangsarbeit beleuchtet und zugleich von individuellen Lebenswegen – zwischen Anpassung, Verfolgung und Widerstand erzählt. Der bebilderte Vortrag eröffnet neue Perspektiven auf Erinnerung, Identität und Geschichte.
Nach einer Pause mit Getränken und einem kleinen Buffet folgt die Lesung mit Melitta L. Roth aus ihrem Werk „Gesammelte Scherben“ sowie aus aktuellen Texten.
Edwin Warkentin leitet das Kulturreferat für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold. In verschiedenen Projekten, wie dem Podcast „Steppenkinder“, Webdokumentationen oder Ausstellungen vermittelt er Kultur und Geschichte von Menschen, die als Spätaussiedler aus den Staaten der früheren Sowjetunion nach Deutschland kamen.
Melitta L. Roth ist Mitglied im writers’ room Hamburg und im LitKreis der Deutschen aus Russland. 2020 hat sie analog zum Blog „Scherbensammeln“ einen Erzählband im ostbooks Verlag vorgelegt. Ihr Schreiben erzählt ebenfalls von den Biografien derer, die übersehen werden, es kreist um durchlässige Identitäten und komplexe Zugehörigkeiten.
Eine Veranstaltung des Bürgerhaus Allermöhe e.V. in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche. Gefördert durch den Gemeinschaftsfonds “Demokratie stärken” der BürgerStiftung.
Veranstaltungszeit: 15:00 - 18:00 Uhr
Quelle:
www.buergerhaus-allermoehe.de