ANMELDUNG ERFORDERLICH!
In der Veranstaltungsreihe „Silicon Valley schreibt Geschichte“ im März und April 2026 wird Christine Watty mit wechselnden Gästen die ideologischen Tiefenschichten des Silicon Valley untersuchen: seine Wurzeln zwischen Gegenkultur und militärisch-staatlichen Interessen, seine Verflechtung mit christlich-rechter Glaubenspolitik und techno-futuristischen Visionen des „Dark Enlightenment“.
Glaube
In der zweiten Veranstaltung sprechen die Historikerin und Autorin Annika Brockschmidt und Christine Watty darüber, was das Silicon Valley mit der religiösen Rechten in den USA verbindet. Auf den ersten Blick wenig – hier die Tech-Milliardäre, dort die Evangelikalen. Doch teilen sie erstaunlich ähnliche Denkweisen: libertären Messianismus, evangelikales Sendungsbewusstsein, apokalyptisches Denken. Erlösung versprechen sie durch radikale Erneuerung – ob durch Technologie, oder durch Glauben.
Autoritär-libertäre Tech-Eliten und rechte Evangelikale teilen mehr als Interessen: Sie bewegen sich in einem dualistischen Weltbild von Gut und Böse, Fortschritt und Verfall, Auserwählten und Verlorenen. Wie tief reichen diese religiösen Wurzeln in die Ideologie des Silicon Valley? Wo verschränken sich Evangelikalismus, Tech-Kapitalismus und neoliberales Denken? Und was verraten diese Verflechtungen über unsere digitale Gegenwart, die sich selbst längst als Heilsversprechen versteht?
Unser Gast Annika Brockschmidt ist Historikerin, Journalistin und Autorin. Sie schrieb u.a. für ZEIT Online, Tagesspiegel, Freitag, taz und FR; entwickelte und produzierte den „HistoPod“ der bpb und ist aktuell Co-Host der Podcasts „Feminist Shelf Control“ und „Kreuz und Flagge“. Ihr Bestseller „Amerikas Gotteskrieger“ analysiert die Religiöse Rechte in den USA.
Anmeldung über unsere Website.
Beginn der Veranstaltung: 19:00 Uhr
Quelle:
koerber-stiftung.de