Der Strafvollzug ist für Betroffene, Häftlinge oder Insassen wie man auch sagt, eine Zeit ganz besonderer Herausforderungen. Neben der Freiheit haben sie auch den unkontrollierten Kontakt zu ihrem bisherigen sozialen Umfeld verloren, werden fremdbestimmt. Sie verbüßen Strafen und sollen für eine gewisse Zeit an neuen Straftaten gehindert werden - auf jeden Fall aber auf ein späteres Leben in Freiheit vorbereitet werden, das sie ohne erneute Straffälligkeit bestehen können.
Es ist eine Zeit auch starker seelischer Belastungen. Traditionell stellen die Kirchen Anstaltsgeistliche, die dabei nicht der Gefängnisleitung unterstehen. Allerdings ist die Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften unter Inhaftierten vermutlich eher noch geringer als schon in der allgemeinen Bevölkerung. Könnte sich nicht hier in der Gefängnis-Seelsorge oder der weltlichen „Lebensbegleitung in Krisenzeiten“ etwas ändern?
Frau Smentek, Leiterin der JVA Billwerder, der größten Hamburger Haftanstalt, vonHause aus Psychologin und zudem konfessionsfrei, wird von ihrem Alltag, ihren Erfahrungen berichten. Sie überlegt genauso wie wir, was Strafgefangene brauchen.
Ort: Haus des Engagements im Betahaus
Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr
Quelle:
www.sf-hh.org