Sonnenschein, strahlend blauer Himmel. Das Meer ruhig, gerahmt von einem Stück Reling.
Ein friedlicher Moment, stünde das Meer nicht vertikal wie ein Wasserfall. Menschen im Boot, im Wasser, Schreie, Schwimmwesten, Signalpfeifen. Kein Horizont mehr, kein Himmel, kein oben und unten, nur Tiefe und kein Halt. Auch die Zeit folgt keiner Richtung, sie zieht sich zusammen zu einem brutalen Jetzt. Sie filmt und spricht. Zu ihrem Mann, zu sich selbst, vielleicht zu uns. Fuck you all! Sie spricht, wütet und filmt gegen die Müdigkeit an, gegen die Kälte, gegen die ausbleibende Hilfe. Gegen das Sterben, damit irgendwas bleibt.
Trailer:
www.youtube.comBeginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr
Wir zeigen ausgewählte Filme zu (fehlenden) Orten des Erinnerns, Flucht und Migration und fragen nach Zusammenhängen von Geschichte und Raum sowie den Auswirkungen nationalsozialistischer und rechter Gewalt bis heute. Für drei Tage aktivieren wir die teils leerstehende ehemalige Schule als einen Raum zum Filme schauen, Zuhören und gemeinsamen Austausch.
Quelle:
hallohallohallo.org