Die Ausstellung "Augensand auf Samt gebreitet", bis August 2027 im Michael-Balint-Institut in Hamburg-Eppendorf zu sehen, zeigt Malerei von Pavel Richtr.
In seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung erklärte Dr. Matthias Oppermann, Künstler und Psychoanalytiker: "In den neueren Arbeiten trifft expressive Abstraktion auf den, wie Richtr selbst schreibt, „chaotischen Flug“ von Quasiworten. Schriftzüge werden zu Stolpersteinen und Kontrahenten. Sie unterbrechen die malerische Bewegung, bremsen sie, stellen sich ihr entgegen – und zugleich treten beide miteinander in Beziehung." Betrachter sollten allerdings nicht die Hoffnung haben, die Schrift schließlich entziffern zu können. "Denn für Pavel Richtr besitzt Schrift eine eigene visuelle Geschichte. Sie muss nicht Vehikel von Sprache sein. Auch prähistorische Einritzungen, Einkerbungen oder Bohrungen erzählen uns nicht notwendig etwas im Sinne einer lesbaren Botschaft. Sie erscheinen uns als Spuren, als ordnende Strukturen, vielleicht als Markierungen von Ereignissen im Fluss der Zeit. So wird auch bei Richtr Schrift zum Anschauungsmaterial. Man könnte sagen: Er befreit die Schrift von ihrer Verpflichtung, etwas bedeuten zu müssen."
Weitere Informationen über Pavel Richtr – Bildender Künstler Hamburg/Prag, BBK, Dozent für freie Malerei – unter
richtr.deVeranstaltungszeit: Montag bis Donnerstag 9:00 - 16:00 Uhr
Quelle:
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