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"Meine Tante Annusch ..." Zum Stolperstein für Johanna Töpfer in der Eimsbütteler Sartoriusstraße 31. Lesung mit Lisa Sukowski

Mittwoch, 11. Juni 2014
Johanna Töpfer, geb. Sukowski, wurde Opfer der NS-Euthanasie. Am Beispiel ihrer Person wird deutlich, wie die Nazis die Armut in der Gesellschaft zum biologischen Problem umdeuteten und mit rassistischen Mitteln bekämpften.

Johanna wuchs als Kind eines Schmieds und einer Köchin am Alten Steinweg in Armut auf. Seit 1929 wohnte sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Eimsbüttel. Bereits 1931 beantragte das Landgericht Hamburg ein medizinisches Gutachten und u. a. die Psychiatrische Fürsorge der Gesundheitsbehörde äußerte sich. Alle Mitglieder der Familie Sukowski wurden beobachtet. In der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg notierte Prof. Dr. G. in einem Gutachten: „die Angeklagte sei geistig schwach veranlagt und daher minderwertig!“ So wurde Johanna ab Mitte 1933 in zahlreiche Zuchthäuser und in die Konzentrationslager Moringen, Lichtenburg und Ravensbrück deportiert. Dort geriet sie auf die Liste „14f13“, die auch als „Häftlings-Euthanasie“ bezeichnet wird. Am 27.3.1942 wurde Johanna Töpfer in Bernburg vergast.

Paul Harald Sukowski hat eine berührende Lebensgeschichte unter dem Titel ,,Meine Tante Annusch“ geschrieben. Diese Erzählung, als Privatdruck erschienen, wird seine Tochter, Lisa Sukowski, lesen.

Elisabeth Sukowski, erforscht die NS-Verbrechen, die an ihrer Familie begangen wurden, bzw. deren Widerstand im Faschismus.

Beginn der Veranstaltung: 19.30

Quelle: galerie-morgenland.de

Galerie Morgenland/Geschichtswerkstatt Eimsbüttel
Sillemstraße 79
20257
Hamburg (Eimsbüttel)

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350m Högenstraße
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500m Tiedemannstraße
550m Lutterothstraße
600m Armbruststraße

350m Langenfelder Damm / Müggenkampstraße

150m Ein Parkplatz (werktags 8-18 Uhr) bei "Langenfelder Damm 18"
400m Ein Parkplatz bei "Osterstraße 58"
400m Ein Parkplatz bei "Langenfelder Damm 67"

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