Dass Georg Friedrich Händels berühmte Dirigierpartituren heute in Hamburg liegen, ist allein dem Bergedorfer Musikforscher Friedrich Chrysander zu verdanken.
In den handschriftlichen Noten ist die legendäre Londoner Musikpraxis mit Händen zu greifen: Wenn eine Arie nicht gefiel, ersetzte oder bearbeitete Händel sie kurzerhand, strich Rollen oder schuf neue. Bei Wiederaufnahmen passte er die Partien an die stimmlichen Qualitäten der neuen Besetzung an, nahm Rücksicht auf modische Veränderungen und ökonomische Zwänge. Diese vielfältige Bearbeitungspraxis wird an dem moderierten Konzert anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Chrysander anhand ausgewählter Beispiele zum Klingen gebracht.
Musizierende: Studierende der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter der Leitung von Prof. Isolde Kittel-Zerer
Begrüßung: Dr. Mirijam Beier (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg)
Moderation: Prof. Dr. Ivana Rentsch und Leon Battran (Universität Hamburg, Exzellenzcluster „Understanding Written Artefacts“)
Eine Veranstaltung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Understanding Written Artefacts“ der Universität Hamburg.
Der Eintritt ist frei.
Beginn der Veranstaltung: 19:30 Uhr
Quelle:
blog.sub.uni-hamburg.de
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