Literarisch-szenische Lesung von Peter Warkentin (Schauspieler, Regisseur)
Im Anschluss gibt es Getränke, Kuchen und Snacks und die Möglichkeit, mit unserem Gast ins Gespräch zu kommen.
Anlässlich des zurückliegenden 100. Jahrestags der Gründung der deutschen Autonomie an der Wolga erzählt das Russland-Deutsche Theater Niederstetten die Geschichte der Wolgadeutschen. „Die Kist´ von der Wolga“ ist von Maria und Peter Warkentin als literarisch-szenisches Schauspiel entwickelt.
Die ersten Jahre waren für die wolgadeutschen Siedler sehr hart: immer wieder wurden sie verschleppt und ihre Siedlungen beraubt und geplündert. Doch sie konnten sich in der Region durchsetzen. Im Gebiet der Wolga existierten 1918 mehr als 200 deutsche Siedlungen. Um die Nationalpolitik der jungen Sowjetunion umzusetzen, wurde im April 1918 das „Kommissariat für deutsche Angelegenheiten an der Wolga“ eingerichtet und 1924 zur ASSR der Wolgadeutschen aufgewertet.
Mehrere Werke finden in der szenischen Lesung Verwendung: Christian Gottlob Züge beschreibt seine Ausreise nach Russland als ein großes Abenteuer: witzig, amüsant, nachdenklich. Bernhard Ludwig von Platen schildert mit welch großen Erwartungen er als junger Offizier seine Reise in das Zarenreich antrat. Neben weiteren Geschichten und einem wolgadeutschen Versepos „Das Lied von Küster Deis“, dienten Gerhard Sawatzkys Roman „Wir selbst“ und Auszüge aus Viktor Kleins Roman „Der letzte Grabhügel“ als Vorlage der ereignisreichen Jahre der Sowjetisierung der Wolgadeutschen.
Peter Warkentin hat zeitgenössische literarische Berichte verschiedener Schriftsteller ausgesucht, die den Geist der damaligen Zeit spiegeln und sich durch eine schöne, ausdrucksstarke Sprache auszeichnen.
Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! gefördert.
Beginn der Veranstaltung: 15:00 Uhr
Quelle:
www.buergerhaus-allermoehe.de
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