Geschichte für alle. Die Hamburger Geschichtswerkstätten in den 1980er und 1990er Jahren
Vortrag und Gespräch mit Lena Langensiepen (Körber-Stiftung Hamburg) und Detlef Siegfried (Universität Kopenhagen).
Geschichte muss lebendig bleiben! So lautete eine Forderung der Hamburger Geschichtswerkstätten als sie Anfang der 2000er Jahre von der Schließung bedroht waren. Entstanden waren sie in den 1980er Jahren im Zuge einer breiten „Geschichtsbewegung“.
An vielen Orten in der Bundesrepublik gründeten sich Geschichtsinitiativen, erforschten die Vergangenheit kritisch und entdeckten neue Perspektiven. Auch in Hamburg entstanden zahlreiche Initiativen, die die Geschichte ihrer Stadtteile dokumentierten und die lokale Erinnerungskultur nachhaltig prägten.
Die Historikerin Lena Langensiepen hat die Geschichte der Hamburger Geschichtswerkstätten in den 1980er und 1990er Jahren erforscht. Im Gespräch mit Detlef Siegfried diskutiert sie, welche gesellschaftlichen und politischen Bedingungen die Entstehung der Geschichtswerkstätten in Hamburg begünstigten. Inwiefern war die Etablierung von Stadtteilgeschichtsinitiativen auch die Folge einer „Neuen Kulturpolitik“ in den 1970er Jahren? Wer engagierte sich in den Initiativen und mit welchen Motiven? Und wie veränderten die Geschichtswerkstätten den Blick auf Stadtgeschichte und Erinnerungskultur?
Beginn der Veranstaltung: 18.30 Uhr
Quelle:
zeitgeschichte-hamburg.de