Film und Filmgespräch
Heute, 9 Jahre danach, zeigen wir rückblickend: Anfang Juli 2017 begeben sich zehn Kameraleute tief in die Proteste rund um den G20-Gipfel. Auf den Straßen werden Performances als neue Form der Demonstration genutzt, doch das bunte Treiben wird bald von der Gewalt-Eskalation überschattet. „Der Gipfel - Performing G20“ holt zentrale Momente der Aktions- und Performancekunst, die Teil des Protests waren, wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zurück beziehungsweise macht sie für manche Zuschauer erstmals sichtbar.
Die heimlichen Heldinnen von „Der Gipfel - Performing G20“ sind die Mitgliederinnen einer Gruppierung namens Megafonchor. Der Megafonchor versucht in öffentliche Prozesse mit teils choreographierten, teils improvisiert wirkenden Beiträgen künstlerisch einzugreifen, indem er das Megafon, ein Standardaccessoire des politischen Protests auf der Straße, auf neuartige Weise nutzt. In „Der Gipfel - Performing G20“ begegnen wir dem Chor immer wieder in verschiedenen Besetzungen an verschiedenen Orten des Protests, etwa, wenn sie sich in der Nähe des Hauptbahnhofs zu einer Art Soundskulptur formieren.
88 Minuten, 2017, Regie: Rasmus Gerlach, Kamera: Irene Bude, Doro Carl, Birgit Dunkel, Svenja Baumgardt, u.a.
Eintritt frei, Spenden willkommen
Beginn der Veranstaltung: 19:00 Uhr
Quelle:
www.der-gipfel.hamburg