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Im Jahre 1906, also 50 Jahre nach dem Tod von Heinrich Heine, verfasste die Literarische Gesellschaft zu Hamburg den Aufruf, Geld für ein Heine-Denkmal zu stiften. Prominente Unterstützer hierfür waren u.a. Max Liebermann, Richard Dehmel, Gerhart Hauptmann und Alfred Kerr. Das Denkmal wurde dann nach dem Entwurf von Hugo Lederer, dem Schöpfer des monumentalen Bismarck-Denkmals oberhalb der St. Pauli Landungsbrücken, im Jahre 1913 fertiggestellt. Es konnte aber nicht aufgestellt werden, da ein Antrag aus dem Jahre 1909, in dem ein öffentlicher Platz für die Aufstellung benannt werden sollte, im Hamburger Senat keine Stimmenmehrheit fand.
So bekam das Kunstwerk, auf Initiative von Alfred Lichtwark, ab 1913 einen Platz im Treppenhaus des Altbaus der Kunsthalle. Erst 1926 wurde das Denkmal für Heinrich Heine im Hamburger Stadtpark aufgestellt. Aber schon im August 1933 hat man es, durch Beschluss der damals an die Macht gekommenen Nationalsozialisten, wieder abgebaut und im Fundus der Kunsthalle eingelagert. Ihr Ende fand die Plastik im Jahre 1942, als sie, gemeinsam mit anderen Metallobjekten die man aus dem Hamburger Stadtbild entfernt hatte, eingeschmolzen wurde
Referent: Reinhard Otto – Dipl. Geograph / Stadtpark Verein Hamburg e.V.
Anmeldung unter vortrag@stadtparkverein.de
Eintritt frei; Spende willkommen.
Veranstaltungszeit: 18:00 - 19:00 Uhr
Quelle:
stadtparkverein.de