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„A Jewish Princess with a brand new nose“. Jüdisch-weibliche Körperbilder im 20. Jahrhundert

Dienstag, 17. Juni 2014
Projektionsfläche und Leerstelle – diese beiden Begriffe beschreiben die Rezeption der Jüdin und des jüdisch-weiblichen Körpers in der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Trotz einer Fülle an künstlerisch- literarischen Darstellungen, die im Spannungsfeld zwischen biblischer Heldin und femme fatale angesiedelt sind, entziehen sich jüdische Frauenfiguren einer klaren Zuordnung. Ab dem 19. Jahrhundert scheint der männlich-jüdische Körper, nicht zuletzt durch die antisemitische Zuweisung weiblicher Attribute, zu dem „jüdischen Körper“ schlechthin geworden zu sein. Vor diesem Hintergrund werden im Vortrag verschie- dene tradierte Bilder und Stereotype weiblicher Körperbilder in Text und Bild vorgestellt und analysiert.
Dr. Anna-Dorothea Ludewig ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (Potsdam). Ihr Forschungsschwerpunkt ist die europäisch-jüdische Kultur- und Literaturgeschichte. 2012 hat sie den Sammelband „Im Anfang war der Mord. Juden und Judentum im Detektivroman“ heraus- gegeben und einen Aufsatz zum „Bild der Jüdischen Mutter zwischen Schtetl und Großstadt“ veröffentlicht.

Es spricht: Anna-Dorothea Ludewig, Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam (MMZ)


Beginn: 18:30 Uhr
Vortragsraum 2-023

Quelle+Bildcopyright: Pressemitteilung Institut für die Geschichte der deutschen Juden
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