ANMELDUNG ERFORDERLICH!
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages
Vortrag und Autor: Prof. Dr. Guy Miron
Gespräch im Anschluss mit Dr. Kim Wünschmann und Dr. Björn Siegel (IGdJ)
Die Veranstaltung ist in E n g l i s c h !
Durch die nationalsozialistische Verfolgung veränderten sich für deutsche Jüdinnen und Juden die Erfahrungen von Raum und Zeit tiefgreifend.
Sie waren mit einer immer stärkeren Einengung des Lebens, einem Mangel an Möglichkeiten, ihre Zeit zu planen und zu gestalten, und den Schwierigkeiten des Wartens auf das Unbekannte konfrontiert.
Wie gingen sie mit dem Ausschluss aus der Öffentlichkeit um?
Wie wurde ihr Gemeinschaftsleben neu organisiert und welche Veränderungen fanden im Privaten statt?
Wie wirkte sich ihre zunehmende Not auf die Art und Weise aus, wie sie den Lauf der Zeit erlebten?
Ausgehend von privaten Zeugnissen (Tagebücher, Korrespondenzen und Memoiren) und öffentlichen Quellen (jüdische Zeitungen und Zeitschriften) rekonstruiert und analysiert Prof. Dr. Guy Miron den gelebten Raum und die gelebte Zeit während der NS-Verfolgung.
So bietet sich ein neuer Blick auf das Leben der deutschen Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus.
Miron zeigt, welche Strategien und Praktiken sie entwickelten, um mit der neuen Realität fertig zu werden, um mit dem immer kleiner werdenden Zugang zum öffentlichen Raum umzugehen und im Gegenzug den traditionellen jüdischen Raum gewissermaßen neu zu erfinden, neue Interpretationen der Vergangenheit zu schaffen und ihre Haltung gegenüber ihrer deutschen Identität zu überdenken.
Ort:
Lesesaal des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ)
Anmeldung erforderlich: kontakt@igdj-hh.de
Die Veranstaltung findet in hybrider Form statt, bitte teilen Sie bei der Registrierung mit, ob Sie einen Online-Zugang wünschen.
Veranstaltungszeit: 18:00 bis 19:30 Uhr
Quelle:
www.igdj-hh.de