Ein Abendgespräch mit Silke Silkeborg, Dr. Belinda Grace Gardner und Dr. Johanne Mohs über das Dunkel als künstlerische Methode zwischen Malerei, Forschung und Erinnerung.
In einem gemeinsamen Abendgespräch kommen Silke Silkeborg, Dr. Belinda Grace Gardner und Dr. Johanne Mohs zusammen, um die künstlerische Praxis der Malerin aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Im Mittelpunkt steht das Dunkel als Methode: als Arbeitsraum der Malerei, als Feld künstlerischer Forschung und als Ausgangspunkt installativer Arbeiten.
Der Abend eröffnet Einblicke in Silkeborgs nächtliche Arbeitsweise, ihre forschende Annäherung an Wahrnehmung und Material sowie in theoretische und historische Kontexte. Im Dialog entstehen Verbindungen zwischen künstlerischer Praxis, wissenschaftlicher Reflexion und Erinnerungskultur.
Wie lässt sich Dunkelheit malen, ohne sie romantisch zu überhöhen oder erzählerisch zu bebildern? Was geschieht, wenn Nacht nicht Kulisse ist, sondern Methode – als Forschungsraum, Wahrnehmungsversuch und Material der Malerei?
Dr. Belinda Grace Gardner begleitet Silke Silkeborg seit vielen Jahren als Autorin und langjährige Begleiterin. Ausgehend von ihrer Eröffnungsrede zur Ausstellung Luminary - Lichtung eröffnet sie einen konzentrierten Zugang zu den zentralen Strängen von Silkeborgs Praxis: zur künstlerischen Feldforschung in der Nacht, zur Malerei als tastender Erkenntnisform und zu Arbeiten, in denen sich Malerei zunehmend in den Raum erweitert.
Einen weiteren Akzent setzt Dr. Johanne Mohs mit dem Projekt „Das Sanary-Exil-Projekt – Das Paradies im Dunkeln“. Im Zentrum steht das deutschsprachige Exil in Sanary-sur-Mer zur Zeit des Nationalsozialismus und die Frage nach Orten, Biografien und Lebensbedingungen der Exilierten. In der künstlerischen Annäherung werden diese historischen Schauplätze von Silke Silkeborg nachts gemalt und im Atelier weiter ausgearbeitet – als stiller, eindringlicher Zugang zu Geschichte, Erinnerung und künstlerischer Übersetzung.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Spenden wird gebeten.
Veranstaltungszeit: 18:00 - 20:00 Uhr
Quelle:
www.parabel.hamburg