Der Kammerchor Vocaliter und sein Leiter Matthis Gaebel setzen mit „Feuer und Wind“ einen Schwerpunkt auf englische Chorliteratur. In den dargebotenen Kompositionen stehen die Naturphänomene und -gewalten, auf die sich der Titel bezieht, oft als Sinnbilder für die Liebe. Bei Edward Elgars „Love’s Tempest“ steckt diese Zweideutigkeit bereits im Titel.
Die Kompositionen des Konzerts erstrecken sich über sechs Jahrhunderte. Das jüngste Werk, Linkin Parks „The Emptiness Machine“, wurde 2024 geschrieben, aus dem Jahr 1595 wiederum stammt Thomas Morleys „Fyer! Fyer!“. Ob das kunstvoll-polyphone Renaissance-Madrigal wirklich die älteste Komposition des Abends sein wird, lässt sich nicht vollends verifizieren: Die Musikwissenschaft vermutet, dass Morleys Lehrer William Byrd sein „Ave Maria“ bereits zwischen 1580 und 1590 schrieb.
Neben den Werken von Elgar, Morley und Byrd erklingen auch Songs von Ralph Vaughan Williams sowie Arthur Sullivans melancholisches und zugleich hoffnungsvolles Abschiedslied „The Long Day Closes“. Die Chorsängerinnen und -sänger wagen auch einen Abstecher nach Südafrika mit Pieter Bezuidenhouts „Stardance“, in dem unter anderem Zischen und Stampfen zu einem eindrucksvollen Klangkunstwerk verschmelzen.
Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr
Quelle:
vocaliter-hamburg.de