Kulturlotse

Bibelspuren im mittelalterlichen Nordelbingen: Vom Evangeliar des Hamburger Domes bis zur Bibliothek des Bordesholmer Stiftes

Montag, 6. Februar 2023
Der Benediktinermönch und „Apostel des Nordens“ Ansgar erhielt um 835 von Ludwig dem Frommen für seine Missionsstation nördlich der Elbe eine aufwändig ausgestattete Bibel, die wenige Jahre später unterging. Der Hamburger Dom bekam um 1100 von dem Gaugrafen Gottfried ein Evangeliar geschenkt, mit dem die heute noch greifbare Überlieferung einsetzt. Um 1255 entstand eine dreibändige Bibelhandschrift für das Hamburger Domkapitel, die jetzt zum Weltdokumentenerbe der Unesco gehört.

Diesen und anderen mittelalterlichen „Bibelspuren“ in und aus Nordelbingen geht Dr. Joachim Stüben vom Bibliotheks- und Medienzentrum der Nordkirche in seinem Vortrag nach. Er ermittelt dabei mögliche Funktionen der Heiligen Schrift im damaligen Gemeinschaftsleben und hinterfragt die immer noch wirkmächtige Vorstellung einer „Bibelvergessenheit“ der Jahrhunderte vor Luther.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „De gantze hillige Schrifft. 500 Jahre Bibeldruck in Hamburg“.

Konferenzraum (2. Etage).

Beginn der Veranstaltung: 17 Uhr

Quelle: blog.sub.uni-hamburg.de

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